Prävention Kindesmissbrauch: Online-Fortbildung und Infoflyer

Sich an den Händen haltende Jugendliche

Um Ärzte und Psychotherapeuten dabei zu unterstützen, Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt zu schützen und bei Verdachtsfällen richtig zu reagieren, hat die KBV ein eigens auf den ambulanten Gesundheitsbereich zugeschnittenes E-Learning-Angebot zum Thema Kinderschutz eingerichtet.

Erste Ansprechpartner: Ärzte und Psychotherapeuten

„Ärzte und Psychotherapeuten nehmen bei diesem Thema eine Schlüsselrolle ein. Sie sind Vertrauenspersonen für Kinder und Eltern und oftmals erste Ansprechpartner für Betroffene. Und sie haben die Chance, Anzeichen für sexuellen Missbrauch zu erkennen“, betonte Dr. Stephan Hofmeister, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KBV. „Wir stellen daher verschiedene Fortbildungsmodule bereit, um das Wissen zu festigen und Unsicherheiten zu nehmen.“

Zertifizierte Online-Fortbildungen

Das erste Modul mit dem Schwerpunkt Schutzkonzepte, zertifiziert mit drei CME-Punkten, steht ab sofort im Online-Fortbildungsportal der KBV zur Verfügung. Es wurde von Professor Dr. Jörg M. Fegert, ärztlicher Direktor der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Ulm, gemeinsam mit der KBV entwickelt. Weitere Online-Fortbildungen zum Thema Kindesmisshandlung folgen Anfang 2020. Das Angebot soll sukzessive ausgebaut werden.

Flyer zum Thema Schutzkonzepte in der Praxis

Ergänzend informiert ein Flyer speziell für Ärzte und Psychotherapeuten darüber, wie Kinder und Jugendliche im ambulanten Bereich vor sexueller Gewalt geschützt werden können.

Der Flyer des Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung bietet unter anderem praktische Hinweise für ein individuelles Schutzkonzept für die Praxis sowie eine Übersicht mit Telefonnummern und Links zu weiterführenden Hilfs- und Beratungsangeboten. Das Faltblatt liegt der aktuellen Ausgabe 47 des Deutschen Ärzteblatts vom 22. November bei (PP-Ausgabe vom 10. Dezember) und kann kostenlos auf der Internetseite www.kein-raum-fuer-missbrauch.de bestellt werden.

Hohe Teilnahmebereitschaft beim bundesweiten Monitoring

Die KBV engagiert sich seit langem bei der Prävention von sexueller Gewalt gegen Kinder. So unterstützte sie den Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs (UBSKM), Johannes-Wilhelm Rörig, schon bei der Durchführung mehrerer Initiativen zu dem Thema.

Im Rahmen dieser Kooperation hat die KBV auch beim bundesweiten Monitoring des UBSKM zum Stand der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen mitgewirkt. Die hohe Teilnahmebereitschaft der Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten an der Umfrage hat gezeigt, dass die Thematik in den Praxen eine bedeutsame Rolle spielt.

Bei den Teilnehmern war vielfach der Wunsch nach niederschwellig zugänglichen, auf die Gegebenheiten der Praxis zugeschnittenen Fortbildungsmöglichkeiten geäußert worden. Die KBV hat dies aufgegriffen und das Online-Fortbildungsangebot für Ärzte und Psychotherapeuten eingerichtet.

Weitere Informationen zum Thema

Weitere Informationen zum Thema findest du unter folgenden Links:

Quelle:PI – Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), 22.11.2019

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