Grippesaison ebbt im Norden nicht ab – unterstützende Koordinierung eingerichtet

Grippeviren, elektronenmikroskopisch

Anlässlich der am 14.03.2018 von der Imland Klinik Rendsburg eingeleiteten Maßnahmen aufgrund der weiterhin sehr hohen Patienten-Auslastung informiert das Gesundheitsministerium: Die Anzahl der Grippe-Erkrankten in Schleswig-Holstein ist nach wie vor hoch. Laut Kompetenzzentrum meldepflichtiger Erkrankungen in Schleswig-Holstein am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein sind derzeit mehr als 1900 erkrankte Personen landesweit gemeldet (FLUSH Uni Kiel Influenza-Meldungen).


Die Imland Klinik hatte aufgrund der hohen Patienten-Auslastung in Verbindung mit einem hohen Krankenstand des Personals mitgeteilt, geplante Operationen zu verschieben und einen Teil der OP-Kapazitäten zu schließen. Zudem werden umliegende Ärztinnen und Ärzte gebeten, Patienten nur in sehr dringlichen Fällen einzuweisen. Andere Kliniken hatten bereits ähnliche Maßnahmen eingeleitet.

Das Gesundheitsministerium wird vor dem Hintergrund seine koordinierenden Maßnahmen zur Unterstützung der Krankenhäuser ausdehnen:

  • Ab Donnerstag wird eine tägliche Lagebesprechung mit den Kliniken im Land stattfinden. Diese dient der besseren Koordinierung von Patientinnen und Patienten im Hinblick auf vorhandene Kapazitäten.
  • Ebenso wird der Austausch mit den 4 Rettungsdienstleitstellen im Land intensiviert. Ein täglicher Abgleich soll auch hier erfolgen.
  • Kliniken im Land sind aufgefordert, prioritär die Notfallversorgung sicher zu stellen und gegebenenfalls geplante Eingriffe zu verschieben.

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg betont: “Die Auslastung der Kliniken ist in dieser Grippe-Saison nach wie vor sehr hoch. Mit der eingerichteten Koordination tragen wir dazu bei, die Kliniken bestmöglich kurzfristig zu unterstützen. Mein Dank gilt all denen, die häufig mit hohem persönlichen Einsatz dazu beitragen, Patientinnen und Patienten bestmöglich zu versorgen. Der hohe Krankenstand auch beim medizinischen Personal verdeutlicht zudem eindringlich die Notwendigkeit der Grippe-Impfung, die immer noch nicht genug in Anspruch genommen wird”.

(pi Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein, 14.03.2018)

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