Kategorie: Geriatrie

Defibrillatoren am Lebensende: Ein heikles Thema

Herz. Urheber: Gerd Altmann. Lizenz: CC0

Kardioverter/Defibrillatoren (ICDs) werden bei immer mehr Patienten implantiert, um lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen zu verhindern. ICDs können ein großer Segen sein, etwa nach erfolgreicher Wiederbelebung nach einem plötzlichen Herztod. Die Geräte bieten die Chance auf zusätzliche Lebensjahre und mehr Lebensqualität. „Wenn aber das Leben seiner Trägerin oder seines Trägers durch eine andere Erkrankung oder Altersschwäche dem Ende zugeht, kann das hilfreiche Gerät problematisch werden. Im Sterbeprozess verkehrt sich der Nutzen der Defibrillatoren ins Gegenteil. Sie verlängern die palliative Phase und können Sterbende durch Elektroschocks schwer belasten“, berichtet Prof. Waltenberger. Rund 90 Prozent der an einer Online-Umfrage teilnehmenden 286 Chefärzte und Chefärztinnen aus kardiologischen und 82 Chefärzte aus herzchirurgischen Abteilungen in insgesamt 292 Krankhäusern, befürworten eine Deaktivierung der Geräte in dieser Phase des Lebens. Doch wann ist das rechtlich und ethisch zulässig?

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Versorgungskonzept zur „Spezifischen Geriatrischen Versorgung“

Seniorin. Foto: Unsplash. Lizenz: CC0

In einer älter werdenden Gesellschafft stellt die Versorgung geriatrischer Patienten eine große Herausforderung für das Gesundheitssystem dar. Heute wurde auf der Herbsttagung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zum Thema „Perspektiven des Sicherstellungsauftrags“ ein Konzept zur Spezifischen Geriatrischen Versorgung (SGV) vorgestellt. Ziel des Konzeptes ist die Weiterentwicklung der ambulanten geriatrischen Versorgung. Der Entwurf soll in den Regionen als Vorlage für einen regionalen Versorgungsvertrag dienen.

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Psychische Krankheiten bei älteren Menschen häufiger als angenommen

Seniorin. Bild: Gerd Altmann. Lizenz: CC0

Bisherige Studien gingen davon aus, dass die Häufigkeit psychischer Erkrankungen im höheren Alter sinkt. Eine neue groß angelegte Untersuchung in sechs europäischen Ländern mit innovativen Diagnoseverfahren kommt nun zu dem Ergebnis, wonach rund ein Drittel der 65-85 Jahre alten Befragten rückblickend auf das letzte Jahr unter einer psychischen Erkrankung litt und rund ein Viertel der Befragten aktuell psychisch krank ist. Die Ergebnisse wurden nun im renommierten „British Journal of Psychiatry“ publiziert.

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Aktualisierung der Pneumokokken-Impfempfehlung für Senioren

Impfausweis
dialogpartnerinnen.de:
Das sagt dialogpartnerinnen.de
Die Pnemokokken-Impfung hilft Hospitalisierung, Behinderung und Tod unter Senioren zu vermeiden. Denke daran, in der Praxis ein Recall-System einzurichten. Dann kann diese wichtige Impfung nicht mehr vergessen werden!

“Die Standardimpfung für Senioren wird ab dem Alter von 60 Jahren empfohlen. Die Impfung soll mit einem Impfstoff mit möglichst hoher Schutzwirkung gegen die aktuell in der Zielgruppe Erkrankungen verursachenden Pneumokokken-Serotypen erfolgen; aktuell ist dies der 23-valente Polysaccharidimpfstoff (PPSV23). Wegen der begrenzten Dauer des Impfschutzes hält die STIKO Wiederholungsimpfungen mit PPSV23 aus medizinisch-epidemiologischer Sicht grundsätzlich für sinnvoll. Aufgrund der Angabe in der Fachinformation, dass „gesunde Erwachsene nicht routinemäßig erneut geimpft werden“ sollten, ist dies jedoch nicht zulassungskonform möglich. Hingegen können laut Fachinformation „Wiederholungsimpfungen bei Personen mit erhöhtem Risiko für schwere Pneumokokken-Erkrankungen in Erwägung gezogen werden“. Die STIKO empfiehlt in diesem Fall einen Mindestabstand von 6 Jahren einzuhalten.” Den kompletten Text mit Informationen zu Risikogruppen und anderen Konstellationen findest du im →”Epidemiologisches Bulletin 36/2016″, Robert-Koch-Institut, 12.9.2016.

[Weiterlesen bei rki.de]

 

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Eiweißreiche Ernährung? Ein guter Tipp fürs Alter!

Eiweißreiche Ernährung. Foto: Romi. Lizenz: CC0

Zwei Drittel der Männer und die Hälfte der Frauen in Deutschland sind übergewichtig, ein Viertel der Bevölkerung sogar fettleibig. Vielen Menschen fällt es schwer, beim Essen das richtige Maß zu finden, wie Professor Dr. med. Andreas Pfeiffer vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke weiß: „Essen ist ein so grundlegendes Bedürfnis, dass wir uns angesichts des enormen Angebots oft nicht zurückhalten können.“ Wer seine Nahrungsmittel aber klug auswählt, kann trotzdem gesund bleiben. Der Stoffwechsel lässt sich nämlich mit bestimmten Komponenten der Nahrungsmittel gezielt steuern: So enthalten Gemüse und Obst nicht nur Vitamine, sondern auch zahlreiche Mikronährstoffe wie Metalle, Polyphenole und Ballaststoffe. Professor Pfeifer erklärt: „Während wir Vitamine nur in kleinen Mengen benötigen, sind es vor allem die Mikronährstoffe, die die gesundheitliche Wirkung von Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ausmachen.“

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Vergütung für strukturierte Diagnostik geriatrischer Patienten geregelt

Seniorin. Foto: Unsplash. Lizenz: CC0

Ein neuer Abschnitt zur spezialisierten geriatrischen Diagnostik und Versorgung wird zum 1. Juli 2016 in den EBM aufgenommen. Die neuen Leistungen sind für Patienten mit einem besonders aufwändigen geriatrischen Versorgungsbedarf bestimmt.

Die neuen Gebührenordnungspositionen (GOP) stehen im Abschnitt 30.13 des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM) und vergüten die Vorabklärung und Durchführung eines weiterführenden geriatrischen Assessments sowie die Einleitung und Koordination der Therapiemaßnahmen.

(Praxisnachrichten der KBV, 17.3.2016)

[Weiterlesen bei kbv.de]
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