azubi.report 2017 über die Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten

Ausbildung. by: I-vista/pixelio.de

Für den azubi.report 2017 wurden in der Zeit von November 2016 bis Februar 2017 fast 2000 Auszubildende (Azubis) im durchschnittlichen Alter von 20 bis 23 Jahren aus allen Ausbildungsjahren und den verschiedensten Ausbildungsberufen befragt. Ca. 12 Prozent der Befragten machen laut der Initiatoren eine Ausbildung in deinem Gesundheitsberuf. Da zu den Gesundheitsberufen nicht nur Medizinische Fachangestellte (MFA), sondern auch Pflegekräfte, Diätassistenten und andere Berufe gehören, kann die Gruppe der befragten MFA-Azubis nicht allzu groß gewesen sein. Auf keinen Fall war sie für die Berufsausbildung zur MFA repräsentativ. Neben Fragen zur Anzahl der Bewerbungsschreiben und wo nach Ausbildungsangeboten gesucht wurde, wurden auch Fragen zur Zufriedenheit mit der Ausbildung und dem Ausbildungsgehalt gestellt.


Grundsätzlich gilt quer durch alle befragten Ausbildungsberufe, dass Haupt- und Realschüler sich als besser auf das Bewerbungsverfahren vorbereitet fühlen als Abiturienten. Demgegenüber haben Abiturenten nach eigener Aussage während der Ausbildung weniger Konflikte mit Chef und Kollegen. Im Regelfall schreiben Realschüler und Abiturienten so um die 16 oder 17 Bewerbungen, um einen Ausbildungsplatz zu ergattern. Hauptschüler müssen vier mal so viele schreiben. Die meisten Bewerber brauchen bis zu sechs Monate, um eine Zusage zu erhalten.

Ausbildungsangebote werden auf allen Kanälen gesucht: über Arbeitsamt, Ausbildungsmessen, Schulen, Social Media, Karriereseiten, Online-Portale und auch über persönliche Beziehungen. 44 Prozent der Bewerber im Gesundheitsbereich finden ihren Ausbildungsplatz dann letztlich online und 41 Prozent über ihre privaten Kontakte.

Fast 90 Prozent der Azubis in Gesundheitsfachberufen treffen ihre Wahl aufgrund persönlicher Interessen. 75 Prozent empfinden ihre Aufgaben als anspruchsvoll und 60 Prozent können ihre Interessen im Ausbildungsberuf mit einbringen. Nur wenig mehr als die Hälfte der Azubis in Gesundheitsfachberufen ist mit dem Praxisbezug in der Berufsschule völlig zufrieden.

Die Frage “Empfindest du dein Ausbildungsgehalt als angemessen?” beantworteten 42 Prozent der Azubis in der Gesundheitsbranche mit “Nein”. Überhaupt können nur 37 Prozent dieser Azubis von ihrem Gehalt leben. Viele bekommen deshalb finanzielle Unterstützung von ihren Eltern (37 Prozent) und 17 Prozent suchen sich zusätzlich zur anspruchsvollen Ausbildung noch einen Nebenjob. In der Studie heißt es dazu: “Azubis bekleiden eine Doppelrolle: Sie arbeiten im Betrieb und besuchen die Berufsschule. Natürlich werden sie grundsätzlich nur für ihre praktische Arbeit bezahlt. Dabei sollte man aber bedenken, dass sie einen Vollzeitjob haben. Und wer in Vollzeit arbeitet, muss von seinem Gehalt auch leben können.”

Unterstützung und Informationen für die Ausbildung zur MFA findest du beim Verband medizinischer Fachberufe e.V. Dort gibt es eine spezielle →Azubi-Mitgliedschaft.

(azubi.report 2017, online bei www.ausbildung.de, abgerufen am 9.6.2017. Titelbild: Ausbildung, von: I-vista/pixelio.de)

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