Kategorie: Rezept/Verordnung

Ernährungstherapie bei Stoffwechselerkrankungen ab 2018 verordnungsfähig

Eiweißreiche Ernährung. Foto: Romi. Lizenz: CC0

Ab nächstem Jahr können spezialisierte Ärzte eine ambulante Ernährungstherapie für Patienten mit einer seltenen angeborenen Stoffwechselerkrankung oder Mukoviszidose als Heilmittel verordnen. Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Heilmittel-Richtlinie angepasst. Mit der Aufnahme der Ernährungstherapie in den Heilmittelkatalog dürfen insbesondere Diätassistenten, Oecotrophologen und Ernährungswissenschaftler die Behandlung künftig zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchführen, wenn sie dafür von den Krankenkassen zugelassen sind. Bislang erfolgt die Therapie vor allem in spezialisierten Zentren. Voraussetzung dafür ist eine entsprechende ärztliche Verordnung.

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Apotheker dürfen Vorname und Telefonnummer jetzt allein ergänzen

Apotheke. Foto: Kapa65. Lizenz: CC0

Seit Juli letzten Jahres müssen auch der Vorname und die Telefonnummer des verschreibenden Arztes auf dem Rezept stehen. Wurde das versäumt, wurden die Rezepte wegen Formfehlern von den gesetzlichen Krankenversicherungen beanstandet. Diese so genannten „Retaxationen“ haben in den letzten Monaten häufig zu Diskussionen und Ungemach geführt. Der Deutsche Apothekerverband und der GKV-Spitzenverband verständigten sich daraufhin vor dem Schiedsamt, dass Retaxationen aufgrund formaler Fehler auf dem Rezept ab dem 1. Juni 2016 unzulässig sind. Voraussetzung dafür ist, dass sich die Formfehler weder auf die Wirtschaftlichkeit noch die Therapiesicherheit auswirken.

Seit dem 1. Oktober muss das betreffende Rezept jetzt auch nicht mehr zur Vervollständigung in die Arztpraxis zurück. Auch eine Rücksprache mit der Praxis kann entfallen, wenn der Apotheker den Arzt-Vornamen beziehungsweise die Telefonnummer der Praxis zweifelsfrei kennt. Wenn Vorname oder Telefonnummer des verschreibenden Arztes auf dem Rezept fehlen, darf der Apotheker diese Angaben jetzt eigenverantwortlich ergänzen.

Rechtsgrundlage der neuen Regelung ist die 15. Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung.

(Quelle: Praxis-Nachrichten der KBV, 20.0.2016)

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Regelungen zur „Pille danach“ in Kraft

News. Bild: bykst. Lizenz: CC0

Bereits seit März 2015 können Frauen Notfallkontrazeptiva („Pille danach“) kostenpflichtig in einer Apotheke beziehen, ohne zuvor einen Arzt konsultiert zu haben. Mit einer Änderung im Abschnitt B Nummer 13 der Richtlinie zur Empfängnisregelung und zum Schwangerschaftsabbruch (ESA-RL) wurden die neuen Regelungen jetzt rechtlich klargestellt und auch festgelegt, dass Frauen, die das 20. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, weiterhin einen Anspruch auf Übernahme der Kosten für diese Notfallkontrazeptiva haben. Die Kosten für diese nicht verschreibungspflichtigen empfängnisverhütenden Mittel sind durch die Krankenkasse zu tragen, sofern eine ärztliche Verordnung vorliegt. Die Regelung ist seit dem 29. Juni 2016 in Kraft. (Mitteilung vom Gemeinsamen Bundesausschuss, G-BA, 29.6.2016)

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Ab Juni: Neue Regeln für Korrekturverfahren bei Arzneimittelrezepten

Arzneimittel. Foto: frolicsomepl/pixabay. Lizenz: CC0

Mit einem einvernehmlichen Beschluss hat die Schiedsstelle nach § 129 SGB V am gestrigen Montag neue Regeln für Korrekturverfahren („Retaxationen“) bei Arzneimittelverordnungen für Krankenkassen und Apotheker festgelegt. Künftig sollen unbedeutende formale Fehler des verordnenden Arztes, die weder die Wirtschaftlichkeit noch die Therapiesicherheit betreffen, nicht mehr dazu führen, dass die Krankenkassen ordnungsgemäß belieferte Rezepte nicht mehr bezahlen. Gemeint sind damit z. B. eine andere Schreib- oder Kennzeichnungsweise auf dem Rezept, eine unleserliche Unterschrift oder einzelne fehlende Angaben des Arztes. Auch Korrekturen durch den Apotheker sollen nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt möglich sein.

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Langfristiger Heilmittelbedarf: Verfahren wird vereinfacht

News. Bild: bykst. Lizenz: CC0

Ab 2017 sollen die Diagnosen, bei denen von einem langfristigen Heilmittelbedarf auszugehen ist, als Anlage zur Heilmittel-Richtlinie gelistet. Für diese Bedarfe wird generell kein Antrags- und Genehmigungsverfahren mehr durchgeführt werden. “Damit ist ab 2017 klar geregelt, dass Versicherte sich einen langfristigen Heilmittelbedarf nicht mehr von ihrer Krankenkassen genehmigen lassen müssen, wenn ihre Erkrankung in der Heilmittel-Richtlinie aufgeführt ist”, schreibt die Kassenärztliche bundesvereinigung (KBV) in ihren aktuellen Praxis-Informationen.

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Blankoverordnungen bei Logopädie, Physio- und Ergotherapie?

Gymnatikbälle. Foto: Counselling. Lizenz: CC0

Saarland will gemeinsam mit Rheinland Pfalz Modellregion für Blankoverordnungen in der Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie werden

“Wir brauchen dringend eine Aufwertung der Gesundheitsberufe und müssen im Interesse des Patientenschutzes und der künftigen Aufrechterhaltung von medizinischen Leistungen heute schon neue Wege einschlagen”, so Saarlands Gesundheitsstaatssekretär Stephan Kolling. Und weiter: “Unser Vorhaben ist es, gemeinsam mit Rheinland Pfalz eine Modellregion zu schaffen, in der nach bereits bestehender ärztlicher Untersuchung und Therapieempfehlung Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden eine Blankoverordnung erhalten und entscheiden, wie viele Behandlungseinheiten zu Behandlung und Gesundung notwendig sind.”

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Hier darf nicht durch ein wirkstoffgleiches Produkt ersetzt werden

Arzneimittel. Foto: frolicsomepl/pixabay. Lizenz: CC0

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zum zweiten Mal Arzneimittel bestimmt, die auch dann nicht von den Apotheken durch ein wirkstoffgleiches Produkt ersetzt werden dürfen, wenn aut idem nicht angekreuzt wurde. Hinsichtlich dieser Arzneimittel ist es wichtig, dass der Medikamentenname auf dem Rezept benannt wird und nicht nur der Wirkstoff, damit die Regelung zum Tragen kommen kann. Die Arzneimittel werden in der Substitutionsausschlussliste benannt werden. Der Beschluss ist erst nach Veröffentlichung im Bundsanzeiger rechtskräftig.

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Künftig weniger abgelehnte Kinderreha-Anträge

Kinder. Bild: Prawny. Lizenz: CC0

Die Deutsche Rentenversicherung sucht den Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten, die die Befundberichte zur Kinder- und Jugendreha ausfüllen. Ziel sind weniger Antragsablehnungen und damit auch weniger Frust bei den Ärzten. Durch den direkten Austausch soll erreicht werden, dass im ärztlichen Befundbericht zu den Anträgen auf Kinderreha die Informationen enthalten sind, die die Rentenversicherung zur Bewilligung benötigt.

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