Kategorie: Erkrankungen

Anstieg von Ciguatera-Fischvergiftungen in Europa

Gebratenes Red Snapper Filet, angerichtet mit Reis und Sojabohnen auf grünem Spargel

Fisch ist gesund, er liefert wichtige Omega-3-Fettsäuren und Spurenelemente wie Jod und Selen. Mitunter kann der Verzehr von Fisch aus bestimmten Fanggebieten allerdings Risiken bergen. Kürzlich sind in Bayern mehrere Fälle von Durchfall, Erbrechen und Kälteschmerz nach dem Genuss von importiertem Tiefkühlfisch bekannt geworden. Die Symptome sind typische Anzeichen von Ciguatera – einer der häufigsten Fischvergiftungen weltweit, die durch Ciguatoxine in Speisefisch ausgelöst wird. Nur in tropischen und subtropischen Ländern können Fische den Stoff Ciguatoxin enthalten. Seit einigen Jahren treten auch in Europa vermehrt Ciguatera-Fälle auf, insbesondere auf den spanischen und portugiesischen Atlantikinseln, aber auch in Deutschland. Neue Erkenntnisse deuten darauf hin, dass diese Toxine zunehmend im Mittelmeer vorkommen. Zudem bedingt der weltweite Handel mit importiertem Fisch ein zunehmendes Auftreten von Ciguatoxin-Vergiftungen1.

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Vitamin D: Für Diabetiker wichtiger als gedacht

Sonnenbad im Liegestuhl mit Buch in der Hand

Im Gegensatz zu anderen Vitaminen nehmen wir Vitamin D nicht hauptsächlich mit der Nahrung auf, sondern können – und müssen – es auch selbst herstellen. Allerdings benötigen wir hierzu das UV-Licht der Sonne, denn nur unter seinem Einfluss kann die Haut das wertvolle Vitamin produzieren. In den Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung jedoch nicht aus, und auch im Sommer gehen viele Menschen nicht genug ins Freie oder schirmen das UV-Licht durch Kleidung und Sonnenschutz fast vollständig ab. Daher leiden viele Menschen unter einem Vitamin D-Mangel, ohne es überhaupt zu bemerken.

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Männer mit Prädiabetes: Kohlenhydrate am Abend erhöhen den Blutzucker stärker

Bestellpizza im Karton. Foto: jamesoladujoye. Lizenz: CC0

Wie eine Ernährungsstudie unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE), einem Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, zeigt, beeinflusst auch die sogenannte innere Uhr, wie Menschen mit einer Zuckerstoffwechselstörung auf kohlenhydratreiches Essen reagieren. So wirkte sich bei Männern mit Prädiabetes der abendliche Verzehr von reichlich stärke- und zuckerhaltigen Lebensmitteln negativ auf die Blutzuckerregulation aus. Im Vergleich dazu spielte bei gesunden Studienteilnehmern der Zeitpunkt der Kohlenhydrataufnahme keine wesentliche Rolle für die Blutzuckerregulation.

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Depressionen schlagen auf das Herz wie Übergewicht und Cholesterin

Herz. Bild: Gerd Altmann. Lizenz: CC0

Forscher haben herausgefunden, dass Depressionen für Männer ein ähnlich großes Risiko für Herzkreislauferkrankungen wie hohe Cholesterinwerte oder Fettleibigkeit bergen. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO leiden global 350 Millionen Menschen an Depressionen. Die Krankheit beeinträchtigt aber nicht nur in erheblichem Maße den seelischen Zustand, sondern kann sich auch auf körperliche Prozesse auswirken. „Mittlerweile gibt es kaum einen Zweifel daran, dass Depressionen ein Risikofaktor für Herzkreislauferkrankungen sind“, erklärt Karl-Heinz Ladwig. Er ist Gruppenleiter am Institut für Epidemiologie II des Helmholtz Zentrums München und Professor für psychosomatische Medizin am Klinikum rechts der Isar der TU München sowie Wissenschaftler am DZHK. „Die Frage ist eher: in welchem Verhältnis steht die Depression zu anderen Risikofaktoren wie Rauchen, hohen Cholesterinwerten, Fettleibigkeit und Bluthochdruck – was wiegt wie schwer.“

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Aus aktuellem Anlass: Aviäres Influenza-Virus H5N8 in Deutschland

Hühnerhaltung. H5N8. Foto: Stux. Lizenz: CC0

Auf dem Blog der Dialogpartnerinnen im Norden wurde es bereits in der letzten Woche berichtet: Die Geflügelpest geht um. Der Erreger, der zunächst in Schleswig-Holstein nachgewiesen wurde, ist der hochpathogene Influenza-A-Virus Subtyp H5N8. Bereits am Donnerstag, dem 10. November, wurde bekannt, dass der Erreger nicht mehr nur in Wildvögeln vorkommt, auch ein Putenhof im östlichen Schleswig-Holstein war betroffen. In weiterer Ausbreitung wurde der Erreger nunmehr auch im Kreis Schleswig-Flensburg in einer geschlossenen Zuchttier-Massenhaltung von Hühnern nachgewiesen. In der Nacht von Sonntag auf Montag wurde das Leben von 30.000 Hühnern deshalb vorzeitig beendet. Neue Kunde erreicht uns aus Mecklenburg-Vorpommern. Auch dort soll eine Geflügelhaltung betroffen sein. Die Seuche breitet sich zudem derzeit mit dem Vogelzug nach Süden aus. Auch am Bodensee, in Österreich und in der Schweiz wurden tote Wildvögel gefunden.

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Hepatitis E – Fleischverzehr mit böser Überraschung

Leber im Bauchraum. Grafik: gemeinfrei

Hepatitis-E-Viren gelten als häufigste Verursacher von Hepatitis-Infektionen in Deutschland. Trotz der hohen Verbreitung ist diese Variante weitgehend unbekannt. Experten schätzen, dass sich in Deutschland jährlich rund 300.000 Menschen mit dem Hepatitis-E-Virus infizieren. Das Virus löst eine akute Entzündung der Leber aus, allerdings merken die wenigsten Betroffenen etwas von ihrer Erkrankung. Sie heilt fast immer ohne große Beschwerden aus. In seltenen Fällen kann sie mit Komplikationen und mitunter sogar tödlich verlaufen. Vor allem Schwangere, schwer immungeschwächte und chronisch leberkranke Menschen zählen zu den Risikogruppen. Die Infektion erfolgt in der Regel durch den Verzehr von unzureichend gegartem oder den Kontakt mit rohem Fleisch von Schwein und Wild. Es kommen aber auch andere Quellen wie Bluttransfusionen, verunreinigtes Wasser und mit Fäkalien gedüngte Feldfrüchte wie Erdbeeren in Frage. Eine Weiterverbreitung ist bei mangelnder Hygiene durch Schmierinfektion möglich.

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Masernimpfung: Jahrelang diskutiert und immer noch ausbaufähig

Frau mit roten Punkten. Foto: © Tomasz Trojanowski/fotolia

Eine Studie vom Versorgungsatlas zeigt auf, dass zwar 90 Prozent aller Kleinkinder die erste Masernimpfung erhalten, aber nur 63 Prozent die zweite Impfung vor Vollendung des zweiten Lebensjahres. Laut Dr. Jörg Bätzing-Feigenbaum, Leiter des Versorgungsatlas, dokumentieren die 2.500 im Jahr 2015 in Deutschland registrierten Masernfälle eine fatale Situation. Es gab bei den in 2015 Betroffenen einen einen tödlichen Krankheitsverlauf. Es wird vermutet, dass viele Eltern gar nicht wissen, dass ihr Kind ohne die zweite Impfung keinen ausreichenden Impfschutz hat.

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GKV-Leistung für Männer ab 65: Ultraschall zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen

News. Bild: bykst. Lizenz: CC0

Gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren haben ab voraussichtlich Anfang 2017 Anspruch auf ein einmal durchgeführtes Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Dies beschloss der Gemeinsame Bundesausschluss (G-BA) am Donnerstag in Berlin. Die notwendige ärztliche Beratung zu dieser Früherkennungsuntersuchung soll unterstützt werden durch eine begleitende Versicherteninformation, die der G-BA derzeit vorbereitet.

Bauchaortenaneurysmen sind krankhafte Erweiterungen der Bauchschlagader und können sehr gefährlich sein. Betroffene Patienten haben in der Regel keine Beschwerden. Bauchaortenaneurysmen können jedoch in Abhängigkeit von ihrem Durchmesser und ihrer Wachstumsrate reißen (Ruptur). Die Ruptur stellt immer einen Notfall dar und erfordert eine sofortige Versorgung. Die inneren Blutungen führen unbehandelt innerhalb kürzester Zeit zum Tod. Das Bewertungsverfahren zu dieser neuen Früherkennungsuntersuchung war auf Antrag der Patientenvertretung aufgenommen worden.

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