Kategorie: Arzneimitteltherapiesicherheit

DGIM warnt: Patienten wissen zu wenig über ihre Medikamente

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen & Resistenzen. Bild: Gerd Altmann. Lizenz: CC0

Laut einer aktuellen Studie gibt es deutliche Mängel in der Entlassmedikation von Patienten. Die wenigsten Patienten kennen nach einem Krankenhausaufenthalt die neu verordneten Arzneimittel, die sie zukünftig einnehmen sollen. Im Rahmen einer Pressemitteilung weist die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) darauf hin, dass das unabhängig von einer Entlassung aus dem Krankenhaus auch für Patienten, die acht oder mehr Arzneimittel einnehmen müssen.

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Macht der Worte – Macht der Erwartungen

Erwartungen. Bild: PixArt. Lizenz: CC0

“Du bist viel unempfindlicher gegen Schmerzen als andere!” Wer das versichert bekommt, hält Schmerzen danach besser aus. Erwartungen haben große Macht über den Menschen. Das zeigt sich sehr schön am Placebo-Effekt: Einem Patienten werden Pillen verabreicht, die gar keinen Wirkstoff enthalten. Der Patient weiß das aber nicht. Er glaubt fest daran, dass er ein wirksames Medikament bekommt – daraufhin bessert sich seine Krankheit tatsächlich. Verantwortlich dafür war allein seine Erwartungshaltung.

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Medikationsplan: Ärzte und Apotheker im Konsens

Medikationsplan. Foto: beeki. Lizenz: CC0

Ab dem 1. Oktober 2016 haben Patienten, die mindestens drei verordnete Medikamente gleichzeitig anwenden, Anspruch auf einen Medikationsplan. So legt es das im Dezember 2015 in Kraft getretene E-Health-Gesetz fest. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), der Deutsche Apothekerverband (DAV) und die Bundesärztekammer (BÄK) haben die dafür notwendige Rahmenvereinbarung pünktlich unter Dach und Fach gebrach. Zusammen haben sie Inhalt und Struktur erarbeitet, Vorgaben zur Aktualisierung vorgelegt sowie ein Verfahren zur Fortschreibung des Medikationsplans entwickelt.

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Hier darf nicht durch ein wirkstoffgleiches Produkt ersetzt werden

Arzneimittel. Foto: frolicsomepl/pixabay. Lizenz: CC0

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat zum zweiten Mal Arzneimittel bestimmt, die auch dann nicht von den Apotheken durch ein wirkstoffgleiches Produkt ersetzt werden dürfen, wenn aut idem nicht angekreuzt wurde. Hinsichtlich dieser Arzneimittel ist es wichtig, dass der Medikamentenname auf dem Rezept benannt wird und nicht nur der Wirkstoff, damit die Regelung zum Tragen kommen kann. Die Arzneimittel werden in der Substitutionsausschlussliste benannt werden. Der Beschluss ist erst nach Veröffentlichung im Bundsanzeiger rechtskräftig.

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Schüler und Eltern auf Abwegen: Pillen zur Leistungssteigerung

Kinder und Jugendliche schlucken Pillen zur Leistungssteigerung. Bild: LouAnna. Lizenz. CC0

Das Thema der aktuellen Pressemitteilung vom Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) ist auch ein Thema für Arztpraxen. “Jedes sechste Kind leidet unter massiven Stresssymptomen”, heißt es da. Eltern würden ihren Kindern Medikamente zur Leistungssteigerung und Beruhigung verordnen und mittlerweile würden diese selbst an vielen bayerischen Grundschulen zum Alltag von Kindern gehören. Wir vermuten, dass das für andere Bundesländer gleichermaßen gelten könnte.

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Diabetes Typ 2: Diabetische Ketoazidose durch SGLT-2-Inhibitoren

Diabetes mellitus Typ2. Foto: TesPhotography. Lizenz: CC0

Anknüpfend an die Ergebnisse einer 2015 von der EMA durchgeführten Evaluierung weisen die Hersteller in einem Informationsbrief auf das Risiko einer diabetischen Ketoazidose (DKA) während der Behandlung mit SGLT-2-Inhibitoren hin und geben diesbezüglich Empfehlungen für die Behandlung.

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Valproinsäure bei der Migräneprophylaxe

Ungeboren. Foto: Skitterphoto. Lizenz: CC0

Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses vom 17. Dezember 2015 hinsichtlich der Off-Label-Anwendung von Valproinsäure zur Migräneprophylaxe im Erwachsenenalter ist mit Veröffentlichung im Bundesanzeiger zum 26. Februar 2016 in Kraft getreten. Folgende verschärfende Hinweise wurden in Abschnitt K (“Verordnungsfähigkeit von zugelassenen Arzneimitteln in nicht zugelassenen Anwendungsgebieten”) der Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL) in Anlage VI zur Ziffer V. der Anlage VI Teil A hinzugefügt:

  1. Eine Schwangerschaft muss ausgeschlossen sein! Grund: Valproinsäure wirkt auf das Ungeborene erheblich teratogen und ist ursächlich für ein erhöhtes Risiko für Entwicklungsstörungen sowie die Entwicklung autistischer Störungen nach der Geburt. Darüber muss umfassend aufgeklärt und die Aufklärung auch dokumentiert werden.
  2. Aus gleichem Grund soll Valproinsäure auch nicht an stillende Mütter ausgegeben werden.
  3. Eine Verordnung an Frauen in gebärfähigem Alter ist dann kontraindiziert, wenn keine wirksame Methode der Kontrazeption angewendet wird.
  4. Bei eintritt einer Schwangerschaft muss die Behandlung abgebrochen werden.
  5. Des Weiteren sollen Patienten mit episodischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp oder medikamenten-induzierten Kopfschmerzen von der Behandlung ausgenommen werden.
  6. Hinweise für die Wirksamkeit von Valproinsäure zur Migräne-Prophylaxe bei Kindern und Jugendlichen liegen nicht vor. Insofern ist Valproinsäure bei diesem Patientenklientel nicht zur Verordnung zugelassen.

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COPD: Viele Patienten wenden Inhalatoren falsch an

Inhalator. Foto: InspiredImages. Lizenz: CC0

Rund zwei Drittel aller Patienten mit Lungenerkrankungen wenden ihren Inhalator falsch an und gefährden so ihren Behandlungserfolg. Auch die Vielfalt an Geräten mit mangelnder Kennzeichnung und Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Herstellern führen dazu, dass Patienten oft nicht das für sie passende Gerät mit dem richtigen Medikament bekommen. Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) und die Deutsche Lungenstiftung (DLS) fordern eine eindeutige Farbkennzeichnung der Inhalatoren und Schulungsangebote für Lungenpatienten. Über die richtige Anwendung von Inhalatoren berichten Experten auf dem DGP-Kongress in Leipzig.

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