Jul 222015
 

Euro

Die Rechtsabteilung des Verbandes medizinischer Fachberufe e.V. informiert:

Seit 1. Januar 2015 gibt es den Mindestlohn in Deutschland. Inzwischen sind auch die ersten Gerichtsurteile ergangen – unter anderem zur Anrechenbarkeit des Urlaubsgeldes und jährlicher Sonderzahlungen.

So entschied das Arbeitsgericht Berlin in einem Urteil vom 04.03.2015 (AZ: 54 Ca 14420/14), dass ein Urlaubsgeld und eine jährliche Sonderzahlung nicht auf den Mindestlohn anzurechnen sind. Das Gericht begründete sein Urteil damit, dass mit diesen Zahlungen nicht die „normale“ Arbeitsleistung vergütet werde und sie daher gerade keinen Entgeltcharakter hätten.

Gegen diese Entscheidung hat die Beklagte allerdings Berufung beim Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg unter dem AZ 8 Sa 677/15 eingelegt.

  • Aktuelle Informationen zum Mindestlohn finden Mitglieder im internen Mitgliederbereich unserer Website
  • Bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen steht den Mitgliedern des Verbandes medizinischer Fachberufe zudem die Rechtsabteilung gerne zur Verfügung. -> Kontakt

(Pressemitteilung, Verband medizinischer Fachangestellte e.V., 21.7.2015)

Jul 132015
 

Frau hält Ausbildungsvertrag. Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de

Foto: Benjamin Thorn / pixelio.de


Mindestlohn darf die tarifliche Ausbildungsvergütung nicht deutlich unterschreiten

Ausbildende haben Auszubildenden gemäß § 17 Abs. 1 Satz 1 des Berufsbildungsgesetzes eine „angemessene Vergütung“ zu gewähren. Wie viel darunter zu verstehen ist, hat das Bundesarbeitsgericht mit seiner aktuellen Entscheidung vom 29.04.2015 bestätigt:

  • Eine Ausbildungsvergütung ist in der Regel dann nicht mehr angemessen, wenn sie die in einem einschlägigen Tarifvertrag geregelte Ausbildungsvergütung um mehr als 20 Prozent unterschreitet.

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Jul 112015
 

Ambulantes Operieren. Foto: Bethesda Medical Center. Lizenz: cc0

Bei 1.000 Eingriffen pro Jahr ist eine MFA gut 7h/Tag nur mit Hygienemaßnahmen und deren Dokumentation beschäftigt

München – Auch in Einrichtungen des Ambulanten Operierens sind stetig steigende Anforderungen an die Hygiene nicht zum Nulltarif zu haben. Darauf hat der Bundesverband Ambulantes Operieren (BAO) im Zusammenhang mit dem jüngst veröffentlichten Bericht des GKV-Spitzenverbandes zum Hygienesonderprogramm der Krankenhäuser hingewiesen. Demzufolge haben fast 1.000 Krankenhäuser in 2013/2014 etwa 66,6 Millionen Euro zur Verbesserung der personellen Ausstattung bei Hygienepersonal erhalten. BAO-Präsident Dr. Axel Neumann erklärte hierzu: „Von einer derartigen Förderung können wir ambulanten Operateure leider nur träumen – wir rechnen unsere Operationsleistungen weiter nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) in seiner Fassung von 2005 ab und erhalten keinerlei Zuschläge für die seither verschärften Hygieneauflagen.“

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Jul 052015
 

Digital. Foto: PIX1861. Lizenz: cc0

Die Ärztezeitung entführt uns ins Jahr 2015

Der Patient der Zukunft kommt mit einer fertigen Diagnose in die Praxis. Das muss laut Trendforscher Torsten Rehder gar nicht zum Nachteil der Ärzte sein: Die Technologie wird vielmehr zum verlängerten Arm des Arztes in der Therapie. Wir wollen Sie daher mit auf eine Reise in die Praxis 2025 nehmen.

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